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  11. April 2013     Allgemein Diäten      0 Comment

Abnehmen mit der Nulldiät

Die Nulldiät

Die wohl radikalste Form des Abnehmens stellt die Nulldiät dar. Bei dieser Abnehmkur, die mit dem Fasten gleichbedeutend ist, wird über einen längeren Zeitraum keinerlei feste Nahrung aufgenommen. Lediglich Tees und Wasser sorgen für eine Flüssigkeitszufuhr –und werden mit Nahrungsergänzungspräparaten wie Vitamintabletten kombiniert.

Ernährungswissenschaftlich und medizinisch betrachtet wird diese Form der Gewichtsreduktion als gesundheitsgefährdend eingestuft. Zunächst scheint die Nulldiät die effektivste unter den Diäten zu sein, da pro Tag bis zu einem Kilo Gewichtsverlust möglich sind. Der Körper verliert sehr schnell an Gewicht, da er innerhalb von wenigen Tagen auf die im Körper eingespeicherten Reserven zurückgreifen muss.
Dabei kommt es letzten Endes vor allem zum Abbau von Muskelmasse, da Proteine durch Stoffwechselprozesse während der Hungerphase in Kohlenhydrate umgewandelt werden. Schließlich kommt die Nulldiät einem Hungern gleich, welches mit deutlichen körperlichen Begleiterscheinungen wie Schwächegefühl, Konzentrationsschwierigkeiten, nachlassender Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, höherer Anfälligkeit für Infekte durch ein geschwächtes Immunsystem, Kopfschmerzen, Müdigkeit, starke Unterzuckerung, Zittern, Schwindel und Magenkrämpfen einhergeht. Durch all diese „Nebenwirkungen“ der Nulldiät wird das Durchziehen eben dieser erschwert.

Bei einem längeren Nulldiät Fasten steigt das Risiko von Gicht oder Störungen im Mineral- und Flüssigkeitshaushalt. Schädliche Auswirkungen hat bei der Null-Diät eine unzureichende Aufnahme von Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen. Gesunde Menschen können ohne feste Nahrung etwa vier Wochen überleben.
Die Nulldiät ist nicht als eine nachhaltige Diät zu verstehen, da das „Rückfall-Risiko“ hierbei besonders hoch ist. Durch das Hungern wird allmählich auch der energetische Grundverbrauch des Stoffwechsels drastisch – auf bis zur Hälfte durch die sog. Hungeradaption – herabgesetzt, sodass nach Beendigung der Nulldiät und bei anschließend normaler Ernährung eine Zunahme des Körpergewichtes zu verzeichnen ist – der gefürchtete „Jojo-Effekt“ tritt ein.
Dieser wird auch dadurch begünstigt, dass der Körper in der Folgezeit nach der Diät vermehrt Fettreserven speichert, gleichermaßen aus dieser „Hungerstrecke“ gelernt hat, um für möglicherweise folgende Zeiten von Nahrungsmangel besser vorbereitet zu sein.

Fazit: Die Nulldiät ist zwar in der Schnelligkeit sichtbarer Erfolge wohl eine der effektivsten Diäten, jedoch aus langfristiger und ernährungsphysiologischer Sichtweise kontraproduktiv und gesundheitsgefährdend. Ohne ärztliche Aufsicht und eingehende Beratung sollte daher keine der Entschlackung und Reinigung des Körpers dienendes Heilfasten und auch keine Null-Diät in Eigenregie durchgeführt werden.

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