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  30. Mai 2013     Allgemein Diäten      0 Comment

LOGI-Methode

Die LOGI-Methode versteht sich vielmehr als eine langfristige bzw. dauerhafte Ernährungsweise, denn als Diät. Zurück geht die LOGI-Methode auf David Ludwig von der Harvard Kinder-Klinik und – in ihrer späteren, aktuellen Adaption – auf den Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm.

Grundlage ist eine Ernährung von geringer Glykämischer Last, d.h. einem niedrigen Kohlenhydrat-Anteil, wovon sich auch die Abkürzung LOGI (=Low Glycemic Index) ableiten lässt. Zugleich soll der Insulinspiegel auf einem konstant niedrigen Niveau gehalten werden. Daher ist die LOGI-Methode auch eine geeignete Ernährungsweise für Menschen, die unter Diabetes Mellitus leiden.

Durch die ausreichende Energieversorgung soll ein Abnehmen ohne Hungergefühl oder Heißhunger-Attacken ermöglicht werden. Zur Orientierung bei der Speiseplanerstellung soll eine vierstufige Ernährungspyramide dienen, die von einer breiten Basis ausgeht, welche den Hauptanteil der Ernährung ausmacht. Dazu gehören Wasser- und Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Salat, Obst und Gemüse mit einem niedrigen Stärke- und Zuckergehalt, sowie gesunde Öle mit Omega-3-Fettsäuren (v.a. Olivenöl, Rapsöl, Leinenöl, Walnussöl).

Diese Nahrungsmittel weisen zugleich einen niedrigen Glykämischen Index auf. Vermeiden sollte man sehr süßes Obst, das wiederum aufgrund des Zuckeranteils einen hohen Glykämischen Index hat. Insgesamt sollten jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse verzehrt werden. Auf der nächsten Gewichtungs-Stufe der Ernährungs-Pyramide stehen proteinhaltige Nahrungsmittel wie mageres Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Sojaprodukte oder Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse.

Aus dieser Gruppe sollten nach der LOGI-Methode für jede Mahlzeit Zutaten ausgewählt werden. Auf der dritten Stufe stehen Nahrungsmittel mit einem mittleren Glykämischen Index, die jedoch in geringeren Maßen auf dem Speiseplan erscheinen sollten. Hierzu zählen Produkte wie Reis, Nudeln und Vollkornprodukte. Der Grund ist der hohe Anteil dieser Lebensmittelgruppe an Kohlenhydraten, die wiederum die Glykämische Last erhöhen. Da es sich bei der LOGI-Methode aber um eine „Low Carb“-Ernährungsweise handelt, stellen Vollkornprodukte und Co. einen niedrigeren Anteil an der Ernährung dar. Die Pyramidenspitze – und damit den Anteil an Lebensmitteln, die möglichst selten, wenn überhaupt aufgenommen werden sollten – bilden Weißmehlprodukte und Süßigkeiten, aber auch besonders stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln.

Die LOGI-Methode beruht letztlich darauf, sowohl die Glykämische Last, als auch den Blutzuckerspiegel auf einem dauerhaft niedrigen Niveau zu halten und gleichzeitig die Aufnahme von Nahrungsmitteln mit geringer Energiedichte (hoher Ballaststoff- und Wasseranteil) zu erhöhen. Auch der relativ hohe Anteil an Eiweiß-Produkten kann aufgrund ihrer sättigenden und Muskelaufbaufördernden Wirkung – in Kombination mit Sport und Muskeltraining – positive Effekte beim Abnehmen erzielen.

Ein weiterer positiver Effekt der LOGI-Methode ist die Senkung der Blutfettwerte (Cholesterinspiegel). Jedoch sollten Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion – genau wie bei anderen Low-Carb-Diäten mit hohem Proteinkonsum – eine solche Diät ärztlich begleiten lassen.

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